Neue Anreize zum Sparen ab 2018?

Änderungen bei der staatlich geförderten Altersvorsorge

-Altersvorsorge lohnt sich zukünftig auch für Geringverdiener

-Stärkung der Riester-Rente löst Probleme nicht

-Verbraucherzentrale Niedersachsen bietet unabhängige Beratung

 

Das Rentenniveau wird in Deutschland weiter sinken. Wer nicht privat vorsorgt, steuert auf eine Versorgungslücke im Alter zu.

Doch: Hohe Gebühren, renditeschwache Produkte und intransparente Verträge schrecken viele Verbraucher ab.

Um die Verbreitung staatlich geförderter Altersvorsorge zu steigern, hat die Bundesregierung das Betriebsrentenstärkungsgesetz beschlossen.

Doch kann es wirklich neue Anreize zum Sparen geben?

Die Verbraucherzentrale Niedersachsen erklärt, wer von den Änderungen profitiert.

 

Die gute Nachricht: Geringverdiener erhalten endlich die Chance, ihre Rente durch Vorsorge aufzubessern.

Bisher wurden Einkommen und Vermögen sowie laufende Zahlungen aus Altersvorsorgeverträgen wie Riester-, Basis- oder Betriebsrenten bei der Berechnung von Grundsicherungsleistungen voll angerechnet.

„Vorsorge hieß also nicht unbedingt, am Ende auch mehr Geld zu haben“, erklärt Andreas Gernt, Finanzexperte der Verbraucherzentrale Niedersachsen.

Mit dieser Ungerechtigkeit ist jetzt Schluss.

Zukünftig gilt ein Freibetrag in Höhe von 100 Euro in der Grundsicherung.

Ist die angesparte Rente höher, ist der übersteigende Betrag zu 30 Prozent anrechnungsfrei.

Bis zu 202 Euro können so anrechnungsfrei gestellt werden.

Beispiel: Beträgt die Riester-Rente monatlich 160 Euro, sind 100 Euro komplett anrechnungsfrei sowie 30 Prozent der übersteigenden 60 Euro (=18 Euro).

Insgesamt bleiben somit 118 Euro anrechnungsfrei und nur 42 Euro werden bei der Berechnung der Grundsicherungsleistungen berücksichtigt.

Liegt die Zusatzrente bei monatlich 440 Euro oder mehr, bleiben 202 Euro anrechnungsfrei.

Das Beispiel zeigt, dass jetzt auch Geringverdiener über eine zusätzliche Altersvorsorge nachdenken sollten – auch wenn sie monatlich nur einen geringen Betrag einsetzen können.

Wichtig ist jedoch, die richtige Produktauswahl zu treffen“, rät der Finanzexperte.

Denn nur das Einkommen aus Riester-, Basis- und Betriebsrenten ist ab 2018 durch den neuen Freibetrag bei der Grundsicherung geschützt.

 

Eine Bewertung einzelner Anlageformen sowie Hilfe bei der Entwicklung einer individuellen Finanzstrategie bietet die anbieterunabhängige Beratung der Verbraucherzentrale Niedersachsen.

Der nächste Beratungstermin in Celle ist Mittwoch, der 11.10.2017. Weitere Informationen, Preise und Termine unter
www.verbraucherzentrale-niedersachsen.de/geldanlageberatung.

 


Weitere Veranstaltungen dieser Kategorie

Event-Termine

  • 11. Okt 2017

Zielgruppe

  • Für alle

Schauplatz

Veranstaltungsort

Verbraucherzentrale Niedersachsen Celle
Schuhstraße 40
29221 Celle
Telefon: (0511) 911960

www.verbraucherzentrale-niedersachsen.de/celle

Veranstalter

Verbraucherzentrale Niedersachsen Celle
Schuhstraße 40
29221 Celle
Telefon: (0511) 911960

www.verbraucherzentrale-niedersachsen.de/celle

SIE VERMISSEN EINE VERANSTALTUNG?

Teilen Sie uns diese doch mit. Unter dem nachfolgenden Link können Sie ganz bequem online eine Veranstaltung melden

Event melden

SIE HABEN FRAGEN?

Egal ob Fragen, Anregungen oder Kritik zu unserem Angebot cellevent. Unter dem nachfolgenden Link sind wir gerne für Sie da

Kontakt aufnehmen